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Kulturwissenschaftliche Fakultät

Didaktik der Geschichte – Dr. Stefan Benz

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Konzept

Aktuell und nah ist das Geschehen rund um Syrien. Die Kameras senden die aktuellen Bilder rund um die Welt, doch stumm bleiben vielfach die Geschichten von Gewalt und Krieg dahinter. Fremd und fern ist der Dreißigjährige Krieg, der vor 400 Jahren auch Franken heimsuchte. Bildlos bleibt der damalige Gewaltausbruch für uns heute. es erzählen Dokumente und Erzählungen aus dem Dreißigjährigen Krieg, erschütternde und anschauliche Zeugnisse menschlichen Erlebens. Die Ausstellung kontrastiert diese Berichte mit den aktuellen Fotografien aus dem syrischen Bürgerkrieg, oft von direkt Betroffenen: Alter Schrecken und modernes Grauen. Das zeitlich nahe Ferne und die zeitlich ferne Nähe der Geschichten bilden einen Gegensatz, der menschliche Grunderfahrungen von Leid und Hoffnung nachvollziehen lässt.

Bewusst verzichtet die Ausstellung darauf, ein Gesamtpanorama der Kriege zu beschreiben oder Ereignisse erklären zu wollen, die letzten Endes unerklärlich bleiben. Geschichte wird stattdessen als Raum und Zeit menschlichen Lebens beschrieben. Es wird deutlich, dass Gewalt zu jeder Zeit und an jedem Ort wie ein Naturereignis über die Menschen hereinbrechen und diese von Grund auf verändern kann, die Menschen erschüttert, tötet, verdirbt, Ordnungen auflöst. Die Ausstellung mit ihrem medialen und zeitlichen Kontrast entwirft eine Alternative zu den Büchern, die zum 30jährigen Krieg geschrieben wurden und zu denjenigen, die über den Konflikt in Syrien geschrieben werden.

Zum grundlegenden Verständnis: Franken, Kriegsgebiet des 30jährigen Kriegs wie zeitweise auch das heutige Syrien, bestand ursprünglich unter anderem aus den Hochstiften Bamberg und Würzburg, die von katholischen Fürstbischöfen regiert wurden, und den Markgraftümern Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth. Diese wurden im 16. Jahrhundert evangelisch. Die Feindschaft zwischen den Markgrafen und den Fürstbischöfen und ihren jeweiligen Untertanen ist indes älter.


Verantwortlich für die Redaktion: PD Dr. Stefan Benz

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